Cartoon-Wettbewerb im Iran: Zeichner müssen Holocaust leugnen


02/02/2015

Vor wenigen Tagen feierte Deutschland den 70. Jahrestag, an dem das Vernichtungslager in Auschwitz befreit wurde. Der Ort, der zum Sinnbild des Holocausts wurde.

Doch noch immer gibt es Menschen, die die grauenvollen Nazi-Morde verleugnen. Im Iran ist dafür jetzt sogar ein Wettbewerb ausgelotet worden.

Gesucht werden die besten Cartoons, die den Holocaust leugnen. Wie die „Bild“schreibt, winken dem Sieger, besser gesagt: dem „Künstler“, dem die besten judenfeindlichen Zeichnungen gelingen, 12.000 Dollar. Das sind etwa 10.600 Euro.

Iraner sollen Juden verhöhnen - und den Holocaust leugnen

Teilnehmer müssen sich mit ihren Karikaturen, das ist offenbar Bedingung bei dem zynischen Wettbewerb, über den Mord an Juden lustig machen, den Holocaust leugnen oder ihn zumindest relativieren. Im Iran gilt der Holocaust seit jeher als Erfindung der Juden. Die sind bei vielen Iranern verhasst.

Der ausgelobte Cartoon-Wettbewerb ist dem Bericht zufolge eine Reaktion auf die Geschehnisse nach dem Anschlag auf das französische Satire-Magazin Charlie Hebdo.

Das Regime in Teheran sein empört gewesen, dass in der Ausgabe nach dem Anschlag erneut eine Mohammed-Karikatur auf der Titelseite abgedruckt worden sei, heißt es.