53 Studierende aus 18 Ländern schließen Lehrgang als « Jugendbotschafter für Frieden und kultureller Dialog » erfolgreich ab.

Beispielloses Programm versammelt 53 Studierende aus  Amerika, Frankreich, Deutschland, Iran, Israel, Marokko, Palästina, Jordanien, Tunesien, Algerien, Senegal, Syrien und der Türkei um Kurse von 20 weltweit angesehenen Dozenten über Antisemitismus, Rassismus, Konfliktentstehung und Völkermord im Europa des 20.Jahrhunderts und Herausforderung von heutigen Gesellschaften in Europa zu hören.

Die Internationale Sommeruniversität für interkulturelle Führungskompetenz ist ein jährliches Programm, das vom Aladinprojekt in Zusammenarbeit mit 16 angesehenen Universitäten in Europa, den Vereinigten Staaten, dem Mittleren Osten und Afrika und unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments und der UNESCO organisiert wird.

 

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Anne-Marie Revcolevschi und  Universitätsrektor Yalcin mit den Studierenden nach der Urkundenvergabe.

Unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments und der UNESCO wurde die erste Sommeruniversität Aladins am 1.Juli 2013 eröffnet. Das mehrjährige und einzigartige Projekt vereint 54 Studierende aus 16 angesehenen Universitäten von Europa, dem Mittleren Osten, Afrika und Nordamerika.Während der Abschlusszeremonie am 15. Juli 2013 in der Universität Bahcesehir in Istanbul bekamen die Studierenden ihre Urkunde als  « Jugendbotschafter für Frieden und kulturellen Dialog » verliehen.

Die Sommeruniversität von Aladin wurde am 1. Juli 2013 eröffnet und versammelt Studierende  aus Algerien, Deutschland,  Amerika, Aserbaidschan, England, Spanien, Frankreich, Iran, Israel,  Jordanien, Libanon, Marokko, Mexiko, Palästina, Senegal, Syrien, Tunesien und der Türkei. Diesen jungen Menschen wurden die geschichtlichen Hintergründe zur Entstehung der  Völkermorde in Europa im 20 Jahrhundert gelehrt. Besonders wurde die Geschichte der Shoa vermittelt. Es wurde auch Wert darauf gelegt, Strukturen von Friedensprozessen und die Problematiken bei der europäischen Konstruktion zu erlernen. Die zweite Woche widmete sich dem Verstehen der aktuellen Lage von Gesellschaften in Europa.

Während der Abschlusszeremonie bekamen die Studierenden vom Rektor der Universität Bahcesehir Prof. Senay Yalcin ein akademisches Teilnahmezertifikat sowie ihre Urkunde als  « Jugendbotschafter für Frieden und kulturellen Dialog » von der Präsidentin von Aladin, Anne-Marie Revcolevschi, verliehen.

 

« Die Universität Bahcesehir ist sehr stolz, bei diesem einzigartigen Programm mitgemacht zu haben, vor allem, da Istanbul eine der schönsten und weltoffensten Städte der Welt ist. » So äußerte sich Prof. Yalcin zur Sommeruniversität, weiter sagte er : « Er ist eine wichtige Gelegenheit für die Studierenden, die teilnehmen, und sie werden lange Zeit von dieser Erfahrung profitieren können. »

Anne-Marie Revcolevschi hielt die Studierenden dazu an, ihre neuen Kenntnisse zu vertiefen und gemeinsame Projekte durch eine weitere Zusammenarbeit zu realisieren : « Dies mag die  Abschlusszeremonie des zweiwöchigen Programmes sein, aber es ist der Auftakt einer ganz neuen Gelegenheit für euch alle. »

Der Präsident der türkischen NGO Anadolu Kültür und Mitorganisator Osman Kavala unterstrich die Bedeutung der Tatsache, dass das Programm in Istanbul zu einem entscheidenden Zeitpunkt der Demokratisierung des Landes stattfindet. Abe Radkin, ausführender Direktor von Aladin, beglückwünschte die Studierenden zu ihrem offenen und respektvollen Umgang miteinander während der ganzen zwei Wochen.

Während zwei Wochen nahmen die Studierenden an Kursen von 20 Akademikern von hohem Rang teil und besichtigten geschichtliche Stätten Istanbuls. Eine der Herausforderungen der Sommeruniversität war es, den Studierenden einerseits die Möglichkeit zu geben, alleine an ihren Gruppenprojekten zu arbeiten und andererseits auch nach dem Programm im Kontakt zu bleiben, um die Dikussion fortzuführen und den Dialog, der während des Programmes entstand, zu pflegen. Die Studierenden wurden in Gruppen eingeteilt, um ein Rechercheprojekt zu erarbeiten, welches am Ende der zwei Wochen präsentiert werden sollte. Die Themen der Projekte wurden vom akademischen Ausschuss der Sommeruniversität unter der Leitung von Prof. Nilüfer Narli, Alterspräsidentin der Soziologie an der Universität Bahcesehir, vom marokkanischen Philosophen Prof. Abdou Filali-Ansary und dem britischen Historiker Prof. Tudor Parfitt entworfen.

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Professor Arnd Bauerkämper von der Freien Universität Berlin : « Prozesse der Aussöhnung in Nachkriegseuropa : ein internationales Modell ? »

 

Die Themen für die Rechercheprojekt waren : « Demokratie und Menschenrechte » « Ethische Steuerungssysteme und Transparenz » « Ethnische Minderheiten » « Menschenwürde » « Erinnerung und Identität » « Religion, Staat und Gesellschaft »  und « Rassismus und Diskriminierung »

Die Gruppenarbeit der Studierenden wurde von Tutoren beaufsichtigt, während sie in Kleingruppen zu Themen wie « Deutsch-Französische Friedensprozesse : ein Lösungsmodell für den Konflikt von Israel und Palästina? » « Demokratisierung und Minderheitenschutz am Beispiel von Tunesien. » « Die kurdische Diaspora in Europa und ihre wachsende Rolle bei der Aussöhnung in der Türkei. » « Der Einfluss des 'arabischen Frühlings' auf Ägypten : eine vergleichende Studie. » und weiteren zahlreichen Fragestellungen zum aktuellen Weltgeschehen wie der Berichterstattung zu den Demonstrationen im Gezipark forschten.

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Professor  Jacques Sémelin von Sciences Po Paris erklärt die Schwierigkeit, Massengewalt nach der Shoa zu verhindern.

 

Nach einer ersten Vorstellung ihrer Projekte vor Prof Anna Pauwels, Alterspräsidentin der Fakultät für Sprache und Kultur der School of Oriental and African Studies, Universität London, Prof. Antionia Soulez von der Universität Paris III, Prof. Yilmaz Esmer und Prof. Nilufer Narli der Universität Bahcesehir, sollten die Studierenden ihre Ergebnisse einem internationalen Prüfungsausschuss vor dem 1.Oktober 2013 vorlegen. Die drei besten Guppen erhielten ihre Preise während einer Preisverleihung im Europäischen Parlament in Anwesenheit des Vorsitzenden Martin Schulz, sodass sie die Möglichkeit hatten, ihre Projekte Mitgliedern des Parlaments vorzustellen.

16 angesehene Universitäten haben an diesem einzigartigen internationalen Programm teilgenommen, welches vom Aladinprojekt mit Sitz in Paris, der türkischen NGO Anadolu Kültür und der Universität Bahcesehir organisiert wurde und welches zum Ziel hat, zukünftigen Führungskräften kritisches Denken und Forschungsgeist zu vermitteln und sie so auf internationaler und nationaler Ebene für Probleme zu sensibilisieren.

Folgende Universitäten haben teilgenommen : Universität Ain Shams (Ägypten)

Universität  Al Qods von Jerusalem (Palästinisches Gebiet)

Universität Bahcesehir (Türkei)

Universität  Bogazici (Türkei)

Universität  Euro-Afrika (Senegal)

Internationale Universität Florida (Vereinigte Staaten)

Freie Universität  Berlin (Deutschland)

George Washington Universität (Vereinigte Staaten)

Genfer Hochschulinstitut für internationale Studien (Schweiz)

Hebräische Universität Jerusalem (Israel)

Universität Mohammed V von Rabat (Marokko)

New York University (Vereinigte Staaten)

Sciences Po Paris (Frankreich)

School of Oriental and Afrikan Studies, Universität London (UK)

Universität Tel Aviv (Israel)

Universität  Tunis-Manouba (Tunesien)

 

 

Wie es der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz, der bei dem Programm eine tragende Rolle spielt, angekündigt hat, passt das Ziel der Internationalen Sommeruniversität für das Kennenlernen der Kulturen « sehr gut zu der Geschichte und den Ansprüchen des Europäischen Parlaments, [da sie] ein breites Spektrum an jungen Menschen zusammenbringt, um einerseits ihre interkulturelle Erfahrung zu erweitern und anderseits Frieden, gegenseitigen Respekt und interkulturellen Dialog zu befördern. »

Das Thema der nächsten Sommeruniversitäten wird sein :

2014 : Orient-Okzident : Die Beziehungen zwischen dem Westen und der arabisch-muslimischen Welt. In Namen des akademischen Ausschusses schätzt Prof. Yilmaz Esmer das Niveau der durch die Gruppen erarbeiteten Projekte als « außergewöhnlich » ein. « Ich bin überzeugt, dass das Programm noch viele Jahre bestehen wird, da es eine entscheidene Aufgabe ausführt : es zeigt den zukünftigen Führungskräften, wie wichtig Vielfalt und wie gefährlich Einheitsdenken ist. »

 

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Eine denkwürdige Bootstour über den Bosporus

Eine neue Generation von Führungskräften ausbilden, die sich für Frieden und Vielfalt einsetzt.

Das erste Jahr der Internationalen Sommeruniversität zum Kennenlernen der Kulturen hat 53 Studierende von 16 international angesehenen Universitäten aus Europa, dem Mittleren Osten, Israel, Afrika und den Vereinigten Staatn versammelt, um gemeinsam zu forschen, Zeit zu verbringen und zwei Wochen ein Netzwerk von Jugendlichen zu bilden, die in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden.