Jacques Chirac


Nach 18 Jahren als Pariser Bürgermeister wurde Jacques Chirac 1995 und erneut 2002 zum Präsidenten von Frankreich gewählt. Er ist ein herausragender Staatsmann mit einer weitreichenden Popularität. Mit Charles de Gaulle als Vorbild tritt Jacques Chirac 1950 in die Politik ein. 1962 wird er Mitarbeiter von Georges Pompidou, dem damaligen Premierminister und späteren Staatspräsidenten. Im März 1965 wird Chirac zum Gemeinderat von Sainte Féréole (Corrèze) gewählt, anschließend von dort als Delegierter ins Parlament gesandt, wo er Staatssekräter im Arbeitsministerium wird.

Von 1967 bis 1964 bekleidet Chirac verschiedene Ministerämter, darunter im Ministerium für Soziales, im Finanzministerium, im Landwirtschaftsministerium und im Innenministerium. 1974 unterzeichnet er den « Appel der 43 » um die Wahl des zukünftigen Präsidenten Valery Giscard d'Estaing zu unterstützen, der ihn später zum Premierminister ernennt.

Das Jahr 1976 bedeutet einen Umbruch für Jacques Chirac : Nachdem er der Regierung den Rücken gekehrt hat, gründet er die RPR und gewinnt damit die Kommunalwahlen in Paris 1977. Bis 1995, das Jahr in dem er zum Präsidenten gewählt wird, bleibt er Bürgermeister von Paris.

Nach  der Niederlage der Sozialistischen Partei in den Parlamentswahlen 1986 geht Jacques Chirac mit dem damaligen Staatspräsidenten François Mitterrand eine Cohabitation ein. Er tritt gegen den amtierenden Präsidenten im Jahr 1988 zur Wahl an, was jedoch zunächst erfolglos bleibt. Sieben Jahre später besiegt Chirac Lionel Jospin mit 52,6% der Stimmen und wird Staatspräsidenten. Seine Wiederwahl im Jahre 2002 durch eine große Mehrheit der Stimmen ist der krönende Abschluss einer Politikerkarriere, die in der französischen Politik ihre Spuren hinterlässt. Eine der wichtigsten Reformen aus seiner Amtszeit ist die Verkürzung des Präsidialmandats von sieben auf fünf Jahre, in Übereinstimmung mit den Parlamentswahlen.

Weiterhin hat seine Ablehnung des Irakkrieges im Jahr 2003 seine Größe auch auf internationaler Ebene bekräftigt.

2008 gründete er die Fondation Chirac, um nachhaltige Entwicklung und interkulturellen Dialog zu fördern.
Seit dem Ende seiner zweiten Amtszeit als französischer Präsident  ist er bis heute Mitglied des Verfassungsrates.